„Quarks“-Beitrag zur Milch „tendenziöse Meinungsmache“

Harsche Kritik an dem vom WDR am 28. Januar ausgestrahlten „Quarks“-Beitrag „Milch: Superfood oder Gift?“ hat die Landesvereinigung der Milchwirtschaft Nordrhein-Westfalen (LV Milch) geübt. Das einst so renommierte WDR-Format zeige hier wieder einmal, dass „der WDR zu einem unterschwellig tendenziösen Meinungsmacher degradiert ist“, beklagt die LV-Milch in Krefeld. Da könnten in dem 45 Minuten langen Format noch so viele positive Faktoren für die Milch herausgearbeitet werden. Wenn in den letzten drei Minuten die Milch als zwar gesund, aber in einer ausgewogenen Ernährung als nicht nötig bewertet werde, pflanzliche Milchersatzprodukte als hochwertiger Ersatz beworben würden und im Abspann die Kuh noch schnell als Klimakiller an den Pranger gestellt werde, dann wisse jeder, der etwas von dem Metier verstehe, welche Inhalte beim Zuschauer hängen bleiben sollten, moniert die Landesvereinigung. Sie bezieht sich dabei auf den Abschlusstext von Quarks-Moderator Ralph Caspers: „Milch wird immer überflüssiger. Es gibt andere Möglichkeiten. Milchersatz, bei dem keine Kälbchen von ihrem Muttertier getrennt werden oder bei dem Kühe in Massentierhaltung leben müssen. Und wenn man sich überlegt, dass eine Kuh Treibhausgase produziert, die klimatechnisch dieselbe Wirkung haben wie drei durchschnittlich gefahrene Pkw und wir über 4 Millionen Kühe in Deutschland haben, dann bin ich – ehrlich gesagt – froh, dass ich keine Milch mehr trinken muss.“ Die Herleitung der Aussage, dass Milch in einer gesunden Ernährung nicht notwendig sei, entbehre wissenschaftlicher Grundlagen und jeglicher Seriosität, betont die LV Milch. In einem Beitrag würden bei zwei Sportlern nichteuropäischer Herkunft mit unbekannter genetischer Veranlagung und nicht bekanntem Lebensstil gleich gute Gesundheitswerte gemessen. Da nur einer der beiden Milch trinke, werde daraus abgeleitet, dass die Gesundheit nicht vom Faktor „Milchtrinken“ abhänge und man deshalb die Milch nicht brauche. Die Absurdität dieser Schlussfolgerung wird laut LV Milch deutlich, wenn man andere Attribute einsetzt: Bei gleich guten Gesundheitswerten von „Hundehaltern und Nicht-Hundehaltern“ ist Hundehalten für die Gesundheit nicht nötig. Vielleicht sollte einmal angeregt werden, die Faktoren „WDR-Zuschauer/WDR-Nichtzuschauer“ zu untersuchen. Hier offenbare der WDR-Beitrag deutlich, worum es den Redakteuren eigentlich gehe, nämlich ein Plädoyer für pflanzliche Ersatzprodukte zu halten, anstatt eine wissenschaftlich saubere Recherche zu allen Aspekten von Milch zu zeigen, kritisierte die Landesvereinigung. (AgE)

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